Der lösungsorientierte Ansatz

Der lösungsorientierte Ansatz ist ein nicht mehr wegzudenkendes Element der psychologischen Beratung und Therapie sowie des systemischen Coachings geworden. Gemäss diesem Ansatz glauben wir an die Fähigkeit jedes Menschen, Lösungen aus den eigenen Ressourcen heraus finden zu können. Die Klient/innen werden als Experten für ihre Situation betrachtet, der Therapeut/Coach oder Berater hingegen als Experte für den Prozess der Lösungsfindung (Beratung und Begleitung). Dies bringt Therapeut/Coach/Berater und Klienten auf gleiche Augenhöhe. Wir sind Partner beim Finden der Lösung.

Hauptmerkmal dieses Ansatzes ist eine radikale Konzentration auf die Lösung des Problems. Es wird deutlich weniger über das Problem und seine Entstehung und Auswirkungen gesprochen, als über die Vorstellung, wie das Leben ohne das Problem aussehen könnte und welche Wege zu einer Verbesserung der aktuellen führen könnten. Hilfestellungen und Übungen unterstützen Sie auf diesem Weg.

Lösungsorientierte Gesprächsführung zielt immer darauf ab, eine Lösung vorstellbar zu machen und erste Schritte in ihre Richtung zu entwickeln und zu begleiten. Dadurch ist diese Art der Therapie/Beratung oder Coaching relativ kurz, effektiv und pragmatisch. (Mehr dazu ...HP systemisch-lösungsorientierte Therapie)


Der systemische Ansatz

Die oben erwähnte lösungsorientierte Herangehensweise an Themen und Probleme und vor allem die ressourcenorientierte und wertschätzende Grundhaltung decken sich mit unseren persönlichen Grundhaltungen. 

Die systemischen Ansätze entwickelten sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem allgemeinen systemischen Konzept weiter. Wichtige Theorien für die modernen systemischen Konzepte sind die Theorie der Selbstorganisation lebender Systeme (Autopoiese) (Maturana, Varela), der radikale Kostruktivismus und der soziale Konstruktonismus (Gergen, 1996)

Gemäss dem konstruktivistischen Ansätzen erzeugen Menschen ihre „Wirklichkeiten“ durch bewusste oder unbewusste, individuelle und veränderbare Bewertungen und Erklärungen. Obwohl diese  niemals losgelöst sind vom jeweiligen Situationszusammenhang, bestimmt jedes individuelle lebendige System völlig autonom in seiner Selbstbestimmtheit sein Erleben. Oder: letztlich kann niemand zu einem bestimmten Erleben gezwungen werden.


Hypnosystemische Therapie

Das Modell der Erickson'schen Hypnotherapie bietet mit den genannten oben genannten Konzepten gut vereinbare, würdigende, wertschätzende, kompetenz-, lösungs- und zielorientierte Grundhaltungen und auch wechselseitige Ergänzungen. 

In der hypnosystemischen Therapie und Coaching (Gunther Schmidt) wurden die systemischen Ansätze für Psychotherapie und Beratung mit den Modellen der kompetenzaktivierenden Hypno- und Psychotherapie zu einem Integrationskonzept ausgebaut.

Hypnosystemische Konzepte nutzen unter anderem natürlich auftretende Tranceprozesse. Diese haben mit klassischen Hypnoseritualen nichts zu tun, sondern entstehen durch Fokussierung/Konzentration von Aufmerksamkeit, etwa im Rahmen von Kommunikation (Wie über etwas gesprochen wird, macht einen großen Unterschied.) beim Erzählen von Geschichten. Dies kann auch geschehen beim Praktizieren von Achtsamkeit auf den unterschiedlichen Sinneskanälen Sehen, Riechen, Hören. Auch im Rahmen von Imaginationen,  z.B. von Wohlfühlorten und herbeigeführter Entspannungstrance, bei Konzentration auf Atmung oder beim Spazieren oder Joggen etc.  

Dabei lassen sich effektiv hilfreiche Such- und Findungsprozesse im Gehirn aktivieren, Erkenntnisse und hilfreiche Lösungen und Umgangsmöglichkeiten entdecken. Erleben und Verhalten auf unwillkürlicher und unbewusster Ebene können effektiv, zieldienlich und schneller beeinflusst werden.


Akzeptanz- und Commitment-Therapie ACT

Die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT, gesprochen wie das englische Wort act) ist eine neuere Form der Psychotherapie, bei der klassische verhaltenstherapeutische Techniken mit achtsamkeits- und akzeptanzbasierten Strategien und mit Interventionen zur Werteklärung kombiniert werden. ACT beruht auf der Bezugsrahmentheorie (Relational Frame Theory), einem kontextualistischen Erklärungsmodell für sprachlich-gedankliche Prozesse, welches eine Weiterentwicklung verhaltensanalytischer Erklärungsansätze skinnerscher Prägung darstellt. Mehr dazu erfahren Sie in den "Vertiefende Informationen" (Home).